Dienstag, 28 März 2017
 


 

 
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Der Markt Waldeck PDF Drucken E-Mail
MARKT WALDECK die Perle der Oberpfalz (675 m)

Der Markt Waldeck, gelegen am Fuße des Steinwaldes an der B 22 zwischen Bayreuth und Weiden, jeweils 35 Km entfernt. Der Waldecker Heimat und Kulturverein (HuK) ist im Kemnather Land für 56 Km Wanderwege zuständig und kümmert sich um alle Kulturgüter, sowie den Geschichtlichen Belangen bis zu Restaurierungen und Ausgrabungen am Schlossberg mit Sanierungen der Burgruine.

Der Steinwald ist ein Höhenzug zwischen Fichtelgebirge und dem Bayrischen Wald. Das alte Waldeck mit Oberem und Unteren Markt besteht auf beiden Straßenseiten aus alten Reihenhäusern und hinter diesen befinden sich getrennt durch einen Wirtschaftsweg die Scheunen und Stallungen. Dadurch konnte man von der Straße nicht sofort feststellen, wer Landwirt oder Handwerker ist.

WALDECK stellte in seiner Anordung der Gebäude ein L dar, wobei der Untere Markt der längere Teil und der Obere Markt der kürzere Teil ist. Zu fast allen alten Grundstücken gehören heute noch Felder und Wald. Diese Häuser enthalten in ihrer Bausubstanz Veränderungen von vielen Bauepochen, besonders aus den letzten vierzig Jahren. Die meisten Stallungen in den Häusern wurden zu nutzbaren Wohnräumen umgestaltet. Aus einem Schweinestall wurde z. B. ein wunderbarer Gewölbe-Bierkeller. Das alte Braurecht wurde im Kaufvertrag eines Hauses noch vom Notar weiter festgeschrieben und ist so immer noch gültig.

Zehn Kilometer von Waldeck entfernt ist die zweitgrößte Tiefenbohrung der Welt (ca.10.000 Meter). Diese wissenschaftliche Tiefenbohrung erfolgte im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland und es waren 50 deutsche Universitäten daran beteiligt. Die wissenschaftlichen Auswertungen dauern noch an und hier ist insbesondere die Universität Potsdam führend. Eine Besichtigung des Museums vor Ort ist möglich und außer dass man dort einen sehr schönen Film sieht, finden in den Sommermonaten Führungen statt an der Bohrstelle und auch auf dem Bohrturm und auch dort mit einem Film nur über die Bohrung selbst. Erkenntnisse der Tiefenbohrung ergaben, daß in der Oberpfalz das wertvollste Stück Erde aus Sicht der Geologen liegt. Diese Wissenschaftler zeichnen jetzt noch in Windisch-Eschenbach alle Erdbeben der Welt im Zeitpunkt des Geschehens auf und erarbeiten das Frühwarnsystem im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland zum Erkennen von Flutwellen aus Meeres-Erdbeben für Indonesien.

Zur Kirchengemeinde Waldeck gehören noch weitere Dörfer und einzelne Gehöfte. Am Rundwanderweg blaues Rechteck auf weißem Grund liegt z.B. als einzelnes Gehöft die LETTENMÜHLE, welche von seinem Besitzer Landwirt Christoph SCHIML sehr gepflegt und restauriert wurde, so dass auf Wunsch Mehl gemahlen werden kann. Diese historische Mühle gehörte früher zur Burg WALDECK und mahlt jetzt auch noch Mehl für die Bäckerei Reichenberger in WALDECK.

Eine Sehenswürdigkeit beim Ort ist der Schlossberg mit einer sehr schönen Aussicht über das Kemnather Land. Die vor über zweihundert Jahren abgebrannte Burg mit dem damaligen Markt Waldeck wurde teilweise ausgegraben aus den alten Steinen im Grundriß wieder erstellt und die Sanierungen halten noch weiter unter Federführung des Heimat und Kulturvereins (HuK) an.

Am Kalvarienberg steht ein Holzhaus des Heimat und Kulturvereines (HuK) indem die Besucher von Außen das Modell von der Burg mit dem alten Waldeck unterhalb der Burgmauer sehen können.


Wegewart Uwe Schimpf